Kabale und Liebe
14+

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Beschreibung

WAS FÜHLST DU WIRKLICH? "Der Himmel und Ferdinand reißen an meiner blutenden Seele", stöhnt die brave Luise Millerin in Schillers Strum-und-Drang-Dauerbrenner "Kabale und Liebe". Soll sie sich der Schranken überwindenden Liebe hingeben? Oder sich fügen dem lieblosen Gebot der Gesellschaft? Auch heute noch, knapp 230 Jahre nach der Frankfurter Uraufführung, wird an der liebenden Seele gerissen und gezerrt, steht dieser besondere Götterfunken leidlich unter Beschuss: Die verbrauchten Abziehbilder der Liebe sind das Schmieröl der Werbung, der Vorabend-Serien und der seichten Magazine.

"Liebe ist kein Gefühl", behauptet sogar der amerikanische Psychologe Marshall B. Rosenberg - aber worüber reden wir denn bloß, wenn wir "Ich liebe dich" sagen? Grund genug, einmal in die Zeit zu schauen, in der das, was wir heute romantische Liebe nennen, erfunden wurde. Grund genug, Schiller zu lesen. Grund genug, KABALE UND LIEBE zu spielen. "Als ich ihn das erste Mal sah - und mir das Blut in die Wangen stieg, froher jagten alle Pulse, jede Wallung sprach, jeder Atem lispelte: Er ist's!" So wie Luise schwärmen nur Menschen, die wissen, was sie fühlen.

KABALE UND LIEBE ist wie ein Atlas der Liebe: Alle Hingabe der Seele und aller falscher Schein, alle süße Schwärmerei und alles giftige Misstrauen ist hier versammelt. Mit diesem Atlas wollen wir eine heutige Expedition unternehmen zu diesem Sehnsuchtsland, wollen der heutigen Liebe anatomisch zu Leibe rücken und ganz gegenwärtig die Frage beantworten: Wie steht die Aktie der Liebe und was sagt die Börse dazu?

Preise: Euro 5 / Euro 12 
(Schülergruppen ab 10 Personen Euro 4)

Spielort STUDIOBüHNE 2

Besetzung

Regie René Linke
Musik Franz Mestre
Bühne Frank Andermahr, René Linke

Es spielen Julia Roebke, Martin Küpper, Angelo Enghausen-Micaela


Presse

"Wenn Liebe und Schiller schon sein sollen, dann dürfen sie so sein, wie René Linke sie aufbereitet hat: kurz und schnell, unterhaltsam und nicht an Tiefe verlierend, den Dichter und den Stoff, aber vor allem auch den Zuschauer ernst nehmend." (RP 18.09.2012)


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